Bruttoinlandsprodukt: 2% für die Zerstörung der Zivilisation oder 2,8% für ihre Rettung?

Deutschland bis 2050 zu 95% treibhausgasneutral? Wie das effizient und wirtschaftlich vorteilhaft gestaltet werden kann, zeigt eine Studie des Helmholtz Forschungszentrums Jülich „Kostengünstige Wege zum klimaneutralen Energiesystem„.

Eine der interessantesten Aussagen ist die über die gesellschaftlichen Kosten der Vorbeugung gegen eine katastrophale Erderwärmung: „Nach den Berechnungen der Jülicher Wissenschaftler betragen die Mehrkosten des Umbaus für das 80-Prozent-Ziel im Jahr 2050 etwa 1,1 Prozent des dann erwarteten Bruttoinlandsprodukts. Bei dem ambitionierten Ziel einer 95-Prozent-Reduktion liegt der Kostenanteil bei 2,8 Prozent.

„Verteidigungs“ministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (AKK) will 2% des Bruttoinlandsprodukts aus dem Staatshaushalt. Wofür genau, kann sie noch nicht sagen. Jedenfalls will sie mehr Auslandseinsätze der Bundeswehr, wie sie der Süddeutschen Zeitung lockerflockig mitteilte.

Wie wäre es mit folgendem Vorschlag?

  • Die 2,8 % des BIP setzt Deutschland gemäß dem Vorschlag aus Jülich ein für die Vorbeugung gegen die Erderwärmung.
  • 1,8 % des BIP gemäß AKK setzt Deutschland ein für die Schadensvermeidung und Schadensbeseitigung der klimabedingten Wetterextreme, die unvermeidlich kommen werden. Die Bundeswehr wird samt Personal, Logistik, Fahrzeugbestand  und Finanzen dem Technischen Hilfswerk unterstellt. Der Wechsel ins Innenministerium wird große Synergie-Effekte in der Verwaltung bewirken.
  • Die oberste Verwaltungsbene des heutigen Verteidigungsminsteriums wird als Abteilung in das Auswärtige Amt eingegliedert und bekommt als Finanzausstattung 0.2 % des BIP gemäß AKK.

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